Die unsichtbare Gefahr – Cyberkriminalität und Datenklau 



Was für eine wunderbare Welt – alles und jeder ist vernetzt. Der Zugriff auf Daten ist mittlerweile von fast überall aus möglich. Das ist bequem und steigert die Mobilität jedes einzelnen User. Befinden sich allerdings wichtige Informationen und Daten nicht mehr in verschlossenen Räumen abgeheftet – oder in einem geschlossenen internen Netzwerk – erhöht sich natürlich das Risiko, dass fremde Personen versuchen, an sensible Daten zu gelangen. Spionage, Datenklau und -missbrauch bis hin zu Totalausfällen der IT häufen sich und können für User zur Gefahr werden.

 

Habt ihr schon mal dran gedacht, was in auf eurem Rechner und in eurem Leben passieren würde, wenn zum Beispiel alle Kontakt-, Vertrags- oder Rechnungsdaten plötzlich vom PC gelöscht werden oder sogar in fremde Hände gelangen? Nachdem die Strategien und Technologien der Cyberkriminellen sich ständig weiterentwickeln, ist es vielleicht auch für euch an der Zeit, eure IT-Sicherheit zu überprüfen und sich eventuell noch besser abzusichern – denn wenn der Hacker einmal eine Lücke gefunden hat, kann es dafür zu spät sein.

 

Ein unterschätztes Risiko

 

Vor allem als private Person ist man sich oft der Gefahr nicht bewusst oder lebt nach dem beliebten „Das passiert anderen, aber nicht mir“-Prinzip. Bei Unternehmen und Firmen ist das Sicherheitsbewusstsein ausgeprägter. Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen sind heutzutage Standard. Kein Wunder, denn Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage stehen in vielen Bereichen auf der Tagesordnung. In einer Befragung zum Auftreten von Computerkriminalität gaben 68% der Befragten an, innerhalb der letzten zwei Jahre davon betroffen gewesen zu sein, Chemie und der Pharma-Industrie mit 66% und dem Finanz- und Versicherungswesen mit 60%. In Bezug auf den Täterkreis fühlen sich 45% der deutschen Unternehmen von konkurrierenden ausländischen Unternehmen bedroht – 24% halten sogar die eigenen Mitarbeiter für die größte Gefahr. 

 

Risikofaktoren und möglicher Schutz

 

Erschreckend ist, dass rund zwei Drittel aller IT-Sicherheitsvorfälle – egal, ob absichtlich oder unabsichtlich – durch die eigenen Mitarbeiter des Unternehmens oder Angehörende verursacht werden. Unternimmt ein Angehörender vorsätzlich den Versuch, Daten zu entwenden oder die Software zu schädigen, können nur vorbeugende Maßnahmen helfen, dies zu erschweren.  USB-Sticks und anderen Speichermedien oder speziell passwortgeschützte Bereiche sind ein grundlegender Schutzmechanismus. Bei „unabsichtlich“ herbeigeführten Cyberproblemen z. B. durch „Phishing“ (Ausspionieren von Zugangsdaten etc.) oder „Malware“ (Viren, Trojaner) – die meistens durch Besuchen einer infizierten Internetseite oder durch Öffnen eines Dateianhangs bei E-Mails in Gang gesetzt werden – können vorbeugende Information sowie spezielle Schulungen und Sensibilisierung der User helfen. Grundlegend für den Schutz vor Cyberkriminalität sind natürlich auf dem aktuellen Stand gehaltene Virenscanner, Firewalls und ähnliche Programme. Darüber hinaus gibt es am Markt spezielle Angriffserkennungssysteme, die Alarm schlagen, wenn zum Beispiel versucht wird, mehrfach auf bestimmte Systeme zuzugreifen. 

 

Ein weiterer Punkt ist, dass zunehmend immer mehr – zum Teil sensible Daten – via Cloud-Computing ins Netz gestellt werden und auch über mobile Geräte, wie Smartphones oder Tablets abgerufen werden. Den meisten Nutzern ist nicht bewusst, dass ein Smartphone nichts anderes als ein kleiner Computer ist – und daher auch mit Sicherheitssoftware (Firewall, Antivirensoftware) ausgestattet sein sollte. Leider verfügen nicht einmal 1% aller Smartphones über eine derartige Software.

 

Warum ist Cyberkriminalität für die Täter so interessant?

 

Kurz gesagt: Es gibt einiges zu holen und die Schäden sind enorm! Der „Online-Schwarzmarkt“ blüht und die Daten sind heiß begehrt. Im Massenbereich bringen Bank- oder Kreditkartendaten bis zu zweistellige Dollarbeträge – auf dem deutschen Markt erhält der Verkäufer bis zu vierstellige Summen zum Beispiel für ein gehacktes Sicherheitszertifikat. Der Schaden für die Wirtschaft ist aber noch um einiges höher, denn die IT-Forensik zur Suche nach schadhaften Stellen, Wiederherstellung der Datensätze und Einführung neuer Sicherheitssysteme können ein Vermögen kosten. Laut einer Umfrage der Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG belief sich der Gesamtschaden in Deutschland 2013 und 2014 auf stattliche 54 Milliarden Euro.

 

Fazit:

 

Informiert euch über die Risiken, schließt die offenen Türen auf dem PC mit entsprechender Sicherheitssoftware und setzt zusätzlich auf eine entsprechende Versicherung – dadurch minimiert ihr das Risiko von Datenklau und Cyberkriminalität.

 

Tipp:

 

Die AXA Versicherung bietet in ihrer neuesten Form der Hausratversicherung den Einschluss eines Internet-Bausteines an. Informiert euch einfach bei der AVF GmbH, Regionalvertretung der AXA. 

 

Bildquelle: www.pixabay.com


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